Ausstellung + Vorträge : ÜBER DIE ZEIT – FUKUSHIMA 2021

Die jährliche Gedenkveranstaltung wird in diesem Jahr aus Gründen der Pandemie nicht wie sonst im März stattfinden, sondern später im Jahr – der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben !!

Am 11. März 2021 jährt sich das Tsunami- und Reaktorunglück in Fukushima, Japan zum 10. Mal. Als mahnende Erinnerung ereignete sich nun, am Samstag, 12. Februar 2021 wieder unmittelbar an der Küste vor Fukushima erneut ein Erdbeben der Stärke 7,3.

Seit 2011 gibt es im Kunst [ ] Raum Bremen jährliche Gedenkveranstaltungen – Ausstellungen in Verbindung mit Vorträgen.

Die diesjährige Veranstaltung „ÜBER DIE ZEIT – Fukushima 2021“ wird voraussichtlich, unter Vorbehalt, am Samstag 26.6. und Sonntag 27.6.2021 im Kunst [ ] Raum Bremen stattfinden:

Im Schatten der RadiOLYMPICS – Dr. Lars Pohlmeier (Bremen)

Fukushima im Jahr 10 nach der Katastrophe – Neue Erkenntnisse zu den Einflüssen auf Mensch und Natur.

Über die Zeit – Jürgen Krause (Frankfurt)

Der Faktor ZEIT spielt in jedwedem nuklearen Zusammenhang eine wesentliche Rolle.
Der Atommüll in Deutschland benötigt 1 Million Jahre um „auszustrahlen“, um sich zu neutralisieren. Ähnlich verhält es sich mit den Anlagen der „Nuclear Power Plant Fukushima“.
Diese Zeit wird in Rückführungsmaßnahmen kaum berücksichtigt oder nicht beachtet.
Was können wir tun in der Zwischenzeit.

Die Arbeit von Jürgen Krause thematisiert nicht unmittelbar den Faktor Zeit und auch nicht die Gefahren, die von diesem Unglück ausgegangen sind und nach wie vor ausgehen. Sie thematisiert eine Haltung:

Grundieren, schleifen, schneiden, Linien ziehen, Anspitzen von Bleistiften – die Arbeit von Jürgen Krause scheint in einer Wiederholung vor dem Beginn der Arbeit zu kreisen, im Vorbereiten auf der Stelle zu treten, doch der Künstler sieht sich mit jedem Schritt angekommen. Er übt sich ein ins Beginnen. Seine Arbeit orientiert sich nicht am abgeschlossenen erreichbaren Ziel, sondern ist tägliches diszipliniertes Üben, um in der Handlung aufzugehen, mit der fließenden Zeit zu verschmelzen, Klarheit zu gewinnen. „Das gleichmäßige Tun sichert vor der Verworrenheit der Welt“ (Volker Adolphs).

Schon dem Anspitzen des Bleistifts gilt die ganze Aufmerksamkeit: Das Messer ist dafür geschärft worden und kann den Holzschaft der Graphitmine wegschneiden, um diese in ausreichender Länge freiuzulegen. Bis zur Spitze soll die Mine gleichmäßig steil zulaufend sein. So können feine Linien gezogen werden, möglichst gerade und aus der freien Hand. Eine Übungsform, wie sie Jürgen Krause seit gut 20 Jahren praktiziert. Bleistiftspitzen, Messerschärfen und auch das Grundieren von Papieren: Es gibt keine vorbereitenden Tätigkeiten mehr, alles ist wesentliche Ausführung. „Im Vortrag erzähle ich von meinem Tun, bringe Arbeitsbeispiele mit und komme immer wieder zur Spitze des Bleistifts zurück wie zu einem potentiellen Anfangspunkt, von dem ausgehend sich die Dinge in Richtung ihrer Bestandteile entfalten.“ (Jürgen Krause)

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